Grenzen neu entdecken: Reinhardshainer wandern entlang der Gemarkung

Was verbirgt sich hinter dem nächsten Waldstück? Wo genau verläuft eigentlich die Grenze zu den Nachbardörfern? Diesen Fragen gingen am Sonntag, den 8. März zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bei einer traditionellen Grenzwanderung in der Gemarkung Reinhardshain nach. Eingeladen und organisiert hatte der Ortsbeirat und die Jagdgenossenschaft.

Bei bestem Wanderwetter startete die Gruppe um 11 Uhr auf dem Dorfplatz um unter fachkundiger Führung von Alwin Becker und Wilhelm Koch die äußeren Gemarkungsgrenzen des Dorfes zu erkunden. Die Route führte schwerpunktmäßig zunächst parallel zur Autobahn A5 zur östlichen Grenze und von dort aus in südlicher Richtung entlang der Gemarkung bis zum Wirberg.

Dabei gab es nicht nur frische Luft, sondern auch spannende Einblicke in die lokale Geschichte. An markanten Grenzsteinen wurde Halt gemacht, um Wissenswertes über historische Flurnamen und die frühere Landnutzung zu erfahren. Die Teilnehmer waren beeindruckt, wie sich die Landschaft über die Jahrzehnte gewandelt hat, während die vielen alten Grenzsteine noch immer ihren Dienst tun.

Wie es sich für eine ordentliche Grenzwanderung gehört, kam auch die Verpflegung nicht zu kurz. Zur Halbzeit warteten am Waldrand Karl Heinz Müller und Ottmar Klös mit kühlen Getränken und einem deftigen Imbiss auf die Wanderer. Die Pause wurde intensiv genutzt, um über das Gesehene zu plaudern und auch, um zugezogene Mitbürger über die historische Entwicklung der Gemarkung zu informieren.

Nach gut 10 Kilometern erreichte die Gruppe wieder das Dorf, wo der Tag in gemütlicher Runde im Bürgerhaus bei Würstchen und kühlen Getränken ausklang. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit der Resonanz: „Die Grenzwanderung ist mehr als nur ein Spaziergang – sie stärkt das Bewusstsein für unsere Heimat und den Zusammenhalt im Dorf“, resümierte Ortsvorsteher Rüdiger Hefter.